3 sanfte Strategien im Umgang mit Bedürfnissen

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Emotionale Dilemmas und wiederkehrende Konflikte verfolgen uns solange, bis wir uns auf die Ebene unserer Bedürfnisse und der Bedürfnisse der Anderen begeben. Wie aber zu den Bedürfnissen vorstoßen? Und wie, wenn einmal erkannt, damit umgehen? Schließlich möchten wir uns die wertvolle Erkenntnis über uns und Andere zu Nutze machen – und niemanden verletzten.

Diese 3 Strategien gebe ich dir als Verhaltensguide an die Hand:

1. Körpererfahrung als Ansatzpunkt

Unsere Bedürfnisse, Gefühle und Einstellungen können noch so unterschiedlich sein – die Körpererfahrung haben wir gemeinsam. Deshalb lassen sich emotionale Konflikte besonders gut auf der Körperebene entspannen, und im Idealfall auflösen.

Begebt euch zusammen in Bewegung oder in eine gemeinsame sinnliche Wahrnehmung, wie z.B. bei einer Joggingrunde, einem gemeinsamen Workout, einem wohligen Bad zu zweit, einem Spaziergang durch Stadt oder Natur oder einem sportlichen Match jedweder Art. Gerade bei sportlich herausfordernden Aktivitäten rückt man innerlich wieder näher zusammen und kann empathischer und gefüllt mit positiver Energie neue Schlüsse ziehen.

Ist die Situation fest gefahren oder kannst du dein Gegenüber nicht für Aktivitäten dieser Art gewinnen, ist ein einseitiges Giveaway wie z.B. eine Schulter- oder Nackenmassage manchmal der richtige Weg, um einen Bedürfniskonflikt aufzulösen und wieder friedlich zu kommunizieren.

2. Bedürfnisanalyse

Ein wichtiges Tool im Umgang mit dir selbst und Anderen ist die konstante Analyse von Bedürfnissen. Wichtig ist nicht, das von dir selbst oder Anderen nach außen gezeigte Verhalten zu bewerten, d.h. das Gesagte, Nichtgesagte, die Wut, Angst, Eifersucht oder den Neid in all ihren Erscheinungsformen.

Sehr wichtig ist dagegen, die Ursachen festzustellen, was Personen zu ihren jeweiligen Verhaltensweisen bewegt. Frage dich selbst oder dein Gegenüber

  • Verstehe ich richtig, dass du jetzt schreist, weil du x/y fühlst?
  • Sage ich x, weil ich gerade ein unerfülltes Bedürfnis nach Liebe, Sicherheit, Aufmerksamkeit oder Wertschätzung habe?

Je klarer du dir bist, was du brauchst und wonach du strebst, desto besser und harmonischer lernst du mit deiner Umwelt zu kommunizieren und – deine Ziele zu erreichen.

3. Echtes Zuhören – und Fragen stellen

Menschen, die Anderen in der heutigen Zeit noch zuhören, sind wirklich selten geworden. Böswillige Geister könnten sagen, dass wir in Gesprächen im Grunde genommen nur abwarten, um wieder selbst zum Zuge zu kommen und darzustellen, was wir tun, wollen, können und wissen.

Dabei könnten wir soviel Neues lernen, wenn wir uns auf echte Kommunikation und echtes Zuhören einlassen. Ein Tipp in fest gefahrenen Kommunikationssituationen ist daher: Nimm dich einmal bewusst zurück – und frage dein Gegenüber:

  • Warum glaubst du, dass dies so ist?
  • Warum siehst du es so?
  • Welche Erfahrung hast du bisher gemacht?
  • Was brauchst du?
  • Und was könnte ich tun, damit es dir besser damit geht?

Die Antwort dann am besten erst einmal sacken lassen und nicht gleich in eine Antwort- oder gar Verteidigungshaltung gehen.

Anna

Journalistin, Yogi, Food & Travel Blogger. Schreibt hier über ein gesundes Mindset, glückliches Arbeiten, achtsames Kommunizieren und Lifestyle Trends fernab des Konsums. Mehr über meine Arbeit auf www.annaengberg.de und meine Blogs www.vegfoodlove.de

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